Keine Mädchenbeschneidungen in der Schweiz!

Wir fordern: Keine Toleranz bei Mädchenbeschneidungen auf Schweizer Boden. Nebst intensivierter Aufklärungsarbeit muss das Strafrecht konsequent angewandt und verschärft werden. Wer als Migrant weibliche Genitalverstümmelung begeht oder toleriert, hat sein Aufenthaltsrecht unwiderruflich verwirkt und ist auszuweisen.



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Man mag es kaum glauben, aber in der Schweiz leben Tausende Frauen und Mädchen mit verstümmelten Genitalien. Laut Schätzungen der Caritas sind hierzulande gegenwärtig rund 15‘000 Mädchen von Genitalverstümmelung betroffen oder gefährdet. Aufgrund der steigenden Zuwanderung aus Afrika und dem Nahen Osten muss hierzulande mit weiter steigenden Fallzahlen gerechnet werden.
Aktuell: Am 6. Mai 2018 berichtet die «SonntagsZeitung» über den von der «Schweizerzeit» aufgedeckten Missstand, dass bei Mädchenbeschneidungen keine Straftaten erfasst werden. Weitere Infos: schweizerzeit.ch und tagesanzeiger.ch
Weltweit soll es geschätzte 200 Millionen genitalverstümmelte Mädchen und Frauen geben – jährlich kommen zwei bis drei Millionen dazu. Speziell in einigen afrikanischen Staaten wie Eritrea, Somalia und Äthiopien, aber auch in Asien gehört die Beschneidung von Mädchen zu einer fest verankerten, archaischen Tradition, die im Jahr 2018 noch immer, oft im Versteckten, gang und gäbe ist. Laut dem Kinderhilfswerk UNICEF leiden die Mädchen an schmerzhaften Folgen wie unkontrollierbaren Blutungen und Infektionen. Manche Mädchen verlieren ihre Fruchtbarkeit und viel zu viele sterben an den Komplikationen.

Die Eingriffe werden häufig von Hebammen oder älteren Frauen – unter haarsträubenden hygienischen Umständen – durchgeführt. Es wird mit Rasierklingen, Glasscherben, Konservendeckeln hantiert, die Wunden werden mit Bindfaden, Schafdarm, Pferdehaaren, Bast verschlossen. Es ist bekannt, dass Eltern ihre Mädchen von der Schweiz aus ins Ausland fliegen, um die Eingriffe dort vorzunehmen, ehe sie «verrichteter Dinge» wieder einreisen.

Die weibliche Genitalverstümmelung ist eine tiefgreifende, grausam schmerzende Verletzung der körperlichen und seelischen Integrität, die als Menschenrechtsverletzung zu werten ist und auf den Scheiterhaufen der Geschichte gehört! Die Schweiz darf solches Unrecht nicht dulden.

Recht konsequent anwenden

Im schweizerischen Strafgesetzbuch ist das Verbot der weiblichen Genitalverstümmelung zwar seit dem 1. Juli 2012 als Offizialdelikt gesetzlich verankert (Art. 124). Die neue Strafbestimmung wurde bewusst so formuliert, dass Genitalverstümmelung grundsätzlich, ohne Abstufungen, unter Strafe gestellt wird – vor allem auch im Ausland begangene Taten.
Doch was nützt dieses Verbot, wenn es für betroffene Mädchen zu wenige Hilfestellungen gibt, Verstümmelungen unter Druck verschwiegen und – wenn überhaupt – oft erst Jahre später gemeldet werden?
StGB Art. 124 – Verstümmelung weiblicher Genitalien
1 Wer die Genitalien einer weiblichen Person verstümmelt, in ihrer natürlichen Funktion erheblich und dauerhaft beeinträchtigt oder sie in anderer Weise schädigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren oder Geldstrafe nicht unter 180 Tagessätzen bestraft.
2 Strafbar ist auch, wer die Tat im Ausland begeht, sich in der Schweiz befindet und nicht ausgeliefert wird. Artikel 7 Absätze 4 und 5 sind anwendbar.

Forderung

Wir fordern: Keine Toleranz bei Mädchenbeschneidungen auf Schweizer Boden. Nebst intensivierter Aufklärungsarbeit muss das Strafrecht konsequent angewandt und verschärft werden. Wer als Migrant weibliche Genitalverstümmelung begeht oder toleriert, hat sein Aufenthaltsrecht unwiderruflich verwirkt und ist auszuweisen.

Null-Toleranz bei Rechtfertigungen des Islamisten-Zentralrats

Nicht hinzunehmen und strafrechtlich zu ahnden sind Verlautbarungen des Islamischen Zentralrats Schweiz (IZRS), welcher die angeblich «am wenigsten gefährliche Form der Mädchenbeschneidung» rechtfertigt. Es geht dabei um die Entfernung der Klitorisvorhaut, im Islam als «Sunna-Beschneidung» bekannt. Diese Form sei islamisch legitim, schreibt der IZRS in einem sogenannten «islamischen Rechtsgutachten».

Unabhängig vom Umstand, dass jegliche weibliche Beschneidung von vielen Islam-Gelehrten entschieden abgelehnt wird, sind alle Versuche, in diesem Zusammenhang beschwichtigend zwischen «schlimmen» und «vertretbaren» Verstümmelungen zu unterscheiden, ein Hohn gegenüber allen Opfern dieses Verbrechens an der Menschlichkeit. Vielmehr: Es ist strafrechtlich zu prüfen, ob dabei eine Rechtfertigung oder gar die öffentliche Billigung einer Straftat vorliegt. Egal, ob diese nun aus religiösen, archaischen oder welchen Gründen auch immer erfolgen.

Unterstützen Sie diese Aktion

Setzen Sie mit uns gemeinsam den Druck auf – und tragen Sie mit Ihrer finanziellen Unterstützung dazu bei, dass wir unseren Protestbrief «Stopp Mädchenbeschneidungen» so vielen Amtsträgern (Richter, Bundes- und Kantonsparlamentarier, Behördenmitglieder) wie möglich zustellen und die Bevölkerung informieren bzw. sensibilisieren können.

Auf dass dieser bedeutenden Aktion breites Echo in der Öffentlichkeit gesichert und dazu beigetragen wird, diese barbarische Tradition zu eliminieren.

So verschaffen Sie der Kampagne Gewicht:

  • Laden Sie den Protestbrief herunter

  • Drucken Sie ihn aus oder speichern ihn ab

  • Ergänzen Sie den Protestbrief mit Ihren Absender-Angaben

  • Senden Sie den Brief an von Ihnen ausgewählte Amtsträger per Post oder E-Mail

Je stärker der Druck, desto grösser die Wirkung!

>> Hier den Brief herunterladen: Protestbrief «Stopp Mädchenbeschneidungen» (Word-Dokument)

Kontakt-Daten Bundesrats-Mitglieder:

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Eidgenössisches Finanzdepartement
Bundesgasse 3
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Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement
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>> Adressdaten Eidgenössische Parlamentarier (13.04.2018): https://www.parlament.ch/Poly/Adressen_RM/raete.pdf