Hundeführer: Interview mit einem Experten


Die «Schweizerzeit» befragte den ausgewiesenen Sicherheits-Experten Markus Melzl, wie er die Sicherheitslage in der Schweiz gegenwärtig einschätzt und wie er zur sifa-Forderung nach sorgfältig ausgebildeten Hundeführer-Einheiten steht.

Spontan oder organisiert auftretende Massen-Zusammenrottungen – die gravierenden Vorfälle der Silvesternacht in Köln haben sich in unser aller Gedächtnisse eingebrannt – stellen die Verantwortlichen kantonaler und städtischer Polizeikorps vor neue Herausforderungen. Die sifa-Forderung nach Hundeführer-Einheiten in den Polizeikorps bleibt hochaktuell.
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«Diensthunde mit hohem Abschreckungspotenzial»

Hier veröffentlichen wir einige Auszüge aus dem Interview mit Markus Melzl, ehem. Kriminalkommissär und Sprecher der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt. Wer das ganze Interview lesen möchte, kann es hier herunterladen: Interview Markus Melzl «Schweizerzeit»


«Schweizerzeit»: In der Vergangenheit liessen Aussagen aus Polizeikreisen aufhorchen: Bei spontanen Gross-Demonstrationen und Zusammenrottungen eines randalierenden Mobs könne man «halt nicht viel machen». Was sagen Sie dazu? Ist das nicht eine beunruhigende Bankrott-Erklärung zulasten der öffentlichen Sicherheit?

Markus Melzl: Angekündigte Demonstrationen und solche, zu denen im Vorfeld zum Beispiel über soziale Medien aufgerufen wird, sind für die Polizei zwar personalintensiv, können aber in der Regel gut vorbereitet und dann durchgezogen werden. Problematisch sind jene spontanen Zusammenrottungen, zu denen ohne Zeitvorlauf über soziale Medien, E-Mails oder SMS aufgerufen wird. Hier braucht es eine laufende Aufklärungsarbeit, wobei die Polizei trotzdem einmal auf dem falschen Fuss erwischt werden kann. Dann müssen Zusatzkräfte aufgeboten werden, was nicht immer einfach ist. Die aktuell im Einsatz stehenden Polizeieinheiten können je nach Personalbestand an ihre Kapazitätsgrenzen stossen.

Es häufen sich – von den Medien oft totgeschwiegen – gravierende Angriffe auf die körperliche Integrität von Frauen. Die Täter sind zumeist Ausländer – allzu oft Asylanten. Doch auch unbewilligte Demonstrationen, wie die 1. Mai-Saubannerzüge in Bern, Basel oder Zürich beweisen die Notwendigkeit unverzüglicher Massnahmen gegenüber rasch auftretendem, bandenmässig begangenem Vandalismus. Um diesen Bedrohungen Herr zu werden, bringt die Vereinigung sifa – SICHERHEIT FÜR ALLE die Forderung nach polizeilichen Hundeführer-Einheiten ins Spiel. Was halten Sie davon?

Der Hundeeinsatz bei der Polizei ist grundsätzlich sehr breitfächerig und ein wichtiges polizeiliches Einsatzmittel. Vor allem in den zweiten Linien und bei den Sammelstellen können Hundeführer wichtige Funktionen übernehmen, um festgenommene Randalierer zu sichern und an der Flucht zu hindern. Auch bei Absperrungen und Sicherungen sind Hunde absolut top – weil sie gut ausgebildet sind  und ein hohes psychologisches Moment gegenüber Rechtsbrechern erwirken.

Gerade in ernsten polizeilichen Lagen, wie solche anlässlich der unrühmlichen Silvesternacht in Köln, wo ausländische Täter gruppenweise Frauen angegriffen haben, hätten Patrouillen mit Polizeihunden ein hohes Abschreckungspotential. Hunde im Demonstrations-einsatz in den vordersten Reihen einzusetzen, ist jedoch immer problematisch, weil die Tiere bei Angriffen mit Stahlkugeln oder Molotow-Cocktails erhöhter Verletzungsgefahr ausgesetzt sind.

Sie möchten aktiv mithelfen, unsere Forderung durchzusetzen? Dann werden Sie Mitglied des Unterstützungskomitees «Hundeführer-Einheiten in den Polizeikorps» (hier klicken)

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