Mädchenbeschneidungen: Der Bund antwortet


Der vom Egerkinger Komitee in Umlauf gebrachte Protestbrief «Stopp Mädchenbeschneidungen» wurde von Bürgern x-fach an Amtsträger versandt. Nun hat das Bundesamt für Justiz Stellung dazu bezogen.

Mit dem Protestbrief, der Bestandteil eines Crowdfunding-Projekts ist, sollen Bürgerinnen und Bürger ihre Sorge darüber ausdrücken können, dass in der Schweiz rund 15‘000 Mädchen von Genitalverstümmelung betroffen oder gefährdet sind. Es soll damit auch kritisiert werden, dass hierzulande bislang kein einziges Delikt zur Anzeige gebracht worden ist – obwohl seit 2012 ein eigener Strafgesetzartikel (StGB Art. 124 – Verstümmelung weiblicher Genitalien) besteht.

>> Unterstützen Sie das Crowdfunding-Projekt, damit wir den Protestbrief «Stopp Mädchenbeschneidungen» so vielen Amtsträgern (Richter, Bundes- und Kantonsparlamentarier, Behördenmitglieder) wie möglich zustellen und die Bevölkerung informieren bzw. sensibilisieren können: tells-geschoss.ch <<

Für das Bundesamt für Justiz, das auf den Protestbrief mit einem zweiseitigen Schreiben antwortet, sei es «wichtig, dass die betroffenen Gemeinschaften und Fachpersonen auf die Strafnorm aufmerksam gemacht und für das Thema und seine Folgen sensibilisiert werden.» Dass angesichts des Faktums, dass begangene Genitalverstümmelung bislang in der Schweiz nicht strafrechtlich geahndet wurde, Handlungsbedarf besteht, ist offenbar – das ist positiv – auch den Behörden bewusst.

Hier das Antwortschreiben des Bundesamts für Justiz zum nachlesen:


Hier klicken, um die Bilder herunterzuladen:

Antwortschreiben Seite 1
Antwortschreiben Seite 2
Zurück

Weitere News

Die Kritik am Umstand, dass bislang in der Schweiz noch keine Strafverfahren wegen Genitalverstümmelungen eröffnet wurden, erreicht die nationale Politik. Nationalrätin Natalie Rickli hat einen Vorstoss eingereicht.


Der vom Egerkinger Komitee in Umlauf gebrachte Protestbrief «Stopp Mädchenbeschneidungen» wurde von Bürgern x-fach an Amtsträger versandt. Nun hat das Bundesamt für Justiz Stellung dazu bezogen.


Der politische Islam hat in der Schweiz nichts verloren. Unterschreiben Sie die Petition des Egerkinger Komitees jetzt online!


Der Nationalrat hat am 30. Mai 2018 beschlossen, die umstrittene EU-Waffenrichtlinie zu übernehmen. Der Ständerat wird voraussichtlich im September 2018 darüber beraten. (Stand: 01.06.2018)


Die «Schweizerzeit» fragte beim «Netzwerk gegen Mädchenbeschneidung Schweiz» nach, wie es sein kann, dass bei Mädchenbeschneidungen in der Schweiz noch keine Straftaten erfasst worden sind.


Die Kampagne «Keine Mädchenbeschneidungen in der Schweiz!» des Egerkinger Komitees beginnt zu wirken! Uns erreichen zahlreiche Bestätigungen, dass die Bürger Protestbriefe an den Bundesrat schicken.